: „Tollitäten“
Düsseldorf (dpa) — Karnevalsfrohsinn und Bisexualität vertragen sich nicht: Aus Rücksicht auf den Karneval ist der bisexuelle Düsseldorfer Prinz Rolf III. von seinem Amt zurückgetreten. Auf einer Pressekonferenz erklärten der 31jährige und seine 27 Jahre alte „Venetia“ Gabi am Samstag in Düsseldorf, sie wollten am Rosenmontag 1993 „die Kamellen nicht schmeißen, sondern einfach aufsammeln“. Als Grund nannten die Tollitäten, sie wollten dem Karneval nicht schaden. Mit Blick auf den Wirbel, den das Bekanntwerden seiner Bisexualität entfacht habe, meinte Rolf III., er habe nicht gewußt, daß das Privatleben eine solche Rolle spiele.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen