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Tokio kostet Berlin Geld

■ 350.000 Mark für abgesagte Expo 1996

Die Absage der Expo 1996 durch Tokios Bürgermeister Yukio Aoshima wird Berlin voraussichtlich 350.000 Mark kosten. Dies erklärte gestern ein Mitarbeiter des Senatskanzlei gegenüber der taz. Rund 3 Millionen Mark hatte die Senatskanzlei für die Weltausstellung in der japanischen Hauptstadt veranschlagt, unter anderem für die 160 Quadratmeter große Ausstellungsfläche und ein kulturelles und wirtschaftliches Rahmenprogramm.

Das Ende für Tokios 3,3 Milliarden teures Megaprojekt kam für die Mitarbeiter im Roten Rathaus allerdings nicht gänzlich überraschend: Schon kurz nach der Wahl von Bürgermeister Aoshima am 26. April waren in Berlin alle Arbeiten für die Expo eingestellt worden. Mit einer Absage war täglich gerechnet worden, weil Tokios Bürgermeister Yukio Aoshima bereits im Wahlkampf den Stopp versprochen hatte.

Die Berliner Gesamtkosten von 350.000 Mark werden nach Schätzungen der Senatskanzlei einer Messebaufirma zugute kommen, die bereits Entwürfe, Zeichnungen und Modelle angefertigt hatte. Außerdem bestehen vertragliche Verpflichtungen gegenüber einem Japanologen, der als Beauftragter des Landes in Tokio Gespräche mit den Organisatoren führte. Weitere finanzielle Nachteile sollen dem Land angeblich nicht entstehen. Man habe im voraus die Zahlung von einzelnen Projektstufen vereinbart und sei so gegen Überraschungen gewappnet gewesen, hieß es in der Senatskanzlei. Severin Weiland

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