: Thüringer mögen Berliner nicht
Berlin. Falls weitere Sparmaßnahmen notwendig werden, wollen 83 Prozent der Westdeutschen auf den Umzug des Regierungssitzes verzichten. Das stellte das Infas-Institut fest. 72 Prozent hielten die Austragung der Olympischen Spiele in Berlin für verzichtbar. Die Mehrzahl der Bundesbürger kennt Berlin zwar kaum, schätzt die Stadt aber trotzdem. So lautet das Ergebnis einer anderen vom Senat in Auftrag gegebenen Umfrage des Emnid-Institutes. Danach sagten 43 Prozent der Bundesbürger, die Stadt sei ihnen sympathisch. 21 Prozent konnten sich mit Berlin dagegen nicht anfreunden. Allerdings gaben 40 Prozent an, in den vergangenen zehn Jahren die Stadt nicht besucht zu haben. Weitere 18 Prozent waren nur einmal da. Nahezu ein Drittel aller Befragten gab an: „Berlin ist mir gleichgültig.“ In ihrer Abneigung werden die Bayern (23 Prozent) noch von den Thüringern übertroffen, von denen 36 Prozent Berlin nicht mögen.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen