Terrorangriff in Nigeria: Rotes Kreuz zählt 162 Tote in nigerianischem Dorf
In Nigeria hat es in der Nacht zu Mittwoch den offenbar blutigsten Terrorangriff dieses Jahres gegeben. 162 Tote zählte das lokale Rote Kreuz bis zum Mittag im Dorf Woro im zentralnigerianischen Bundesstaat Kwara nach einem bewaffneten Überfall. Die Bergung der Leichen dauerte noch an.
Als Täter wird eine Splittergruppe der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram vermutet. Die Provinzregierung nannte den Angriff einen „Ausdruck der Frustration von Terrorzellen“. Vor wenigen Tagen hatten die Behörden erklärt, sie hätten in den Wäldern von Kwara 150 „Terroristen“ getötet. Nach solchen Militäroperationen rächen sich die bewaffneten Islamisten oft durch Angriffe auf Dörfer, die sie der Zusammenarbeit mit der Armee verdächtigen. (taz, afp)
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen