■ Telegramm: Stolpe geht gegen "Spiegel" vor
Berlin (dpa) – Der brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat im Zusammenhang mit der umstrittenen Vergabe der DDR-Verdienstmedaille den Vorwurf der Zeugenbeeinflussung „auf das Schärfste zurückgewiesen“. Gegen den Vorwurf der Zeugenbeinflussung seien die nötigen rechtlichen Schritte eingeleitet worden, sagte Stolpe. Der Spiegel berichtet in seiner jüngsten Ausgabe, aus unter Verschluß gehaltenen Teilen der Ermittlungsakte gehe hervor, „daß Stolpe offenbar versucht hat, eine Zeugin zu manipulieren – die frühere Mitarbeiterin des DDR-Kirchenbundes Christa Grengel“. Stolpe habe mit Grengel vor ihrer Zeugenaussage telefoniert und mit ihr „mögliche Interpretationen ihrer Erinnerungen durchgesprochen“.
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