: Streiks und Proteste in Mexico
Mexiko-Stadt (AFP) - In Mexiko hält die Welle der Streiks und sozialen Proteste an. Mehrere tausend Mitglieder des regierungsnahen Gewerkschaftsdachverbandes CTM demonstrierten am Sonntag in Mexiko-Stadt aus Solidarität mit den 16.000 Textilarbeitern des Landes, die bereits seit einem Monat für höhere Löhne streiken. Während der Demonstration in der Hauptstadt warnte ein Vorstandsmitglied der mächtigen CTM, falls die Arbeitgeber in der Textilindustrie weiter die Lohnforderungen der Gewerkschaften zurückwiesen, würden die Protestaktionen auf die einzelnen Bundesstaaten ausgeweitet. In der CTM, eine der Hauptstützen der seit 63 Jahren regierenden Revolutionär-Institutionellen Partei (PRI), sind vier Millionen Arbeiter organisiert.
Eine Einigung über Entschädigungszahlungen für rund 15.000 von der Ölgesellschaft Pemex entlassene Arbeiter konnte bislang nicht erzielt werden. 5.000 ehemalige Pemex- Beschäftigte waren in einem 1.090 Kilometer langen Marsch vom südlichen Bundesstaat Tabasco in die Hauptstadt gezogen, wo sie am Sonntag am zehnten Tag in Folge vor dem Regierungsgebäude demonstrierten. Auch in dem Arbeitskonflikt bei der mexikanischen VW- Tochter, wo seit knapp drei Wochen gestreikt wird, zeichnete sich noch keine Lösung ab.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen