: „Stoppt Castor – stoppt die AKWs“
■ Demonstrationen in Gorleben und Philippsburg
Gorleben/Philippsburg (AP) – Rund 2.200 Atomkraftgegner haben am Samstag nachmittag in Gorleben und in Philippsburg gegen den Transport von Castor- Atommüllbehältern und für die Stillegung aller Atomanlagen demonstriert. Knapp 2.000 Menschen demonstrierten in Gorleben unter dem Motto „Stoppt Castor – stoppt die Atomkraftwerke“ gegen den Transport von abgebrannten Brennelementen in das niedersächsische Zwischenlager. Der Castor steht seit dem 19. Juli abfahrbereit auf dem Gelände des AKW Philippsburg in Baden-Württemberg.
Die niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn (SPD) hat wiederholt erklärt, daß sie den Castor-Transport nicht genehmigen werde. Die niedersächsische Landesregierung hatte am Donnerstag den vom Bonner Umweltministerium und der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) verlangten Sofortvolllzug der zweiten Teilerrichtungsgenehmigung erneut abgelehnt. Solange nicht klar sei, ob jemand gegen die im Juli auf Weisung Bonns erteilte Teilerrichtungsgenehmigung klage und ob eine solche Klage zulässig sei, sei Griefahn zufolge ein Sofortvollzug nicht angebracht.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen