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Stop der Windbeutelei

Neues ausgeklügeltes Hilfsmittel in der Politik

Aus dem alltäglichen Dickicht der Polizeimeldungen stechen immer wieder die Verfolgungsjagden heraus, wenn Autofahrer bei Kontrollen einfach Gas geben und die Ordnungshüter mit dem Ruf „Endlich eine Verfolgungsjagd!“ hinterher paisen. Weil die Übeltäter oft aber über hochmotorisierte Boliden verfügen, hat die Polente in ihren altersschwachen Mühlen meist das buchstäbliche Nachsehen. Deshalb greifen die cleveren Schupos neuerdings gern auf ein ausgeklügeltes Hilfsmittel zurück – wie am Dienstag in Dortmund: „Polizei beendet Verfolgungsfahrt in Dortmund-Scharnhorst mit Stop-Stick.“ Der flacheckige rote Stab funktioniert im Prinzip wie das gute alte Nagelband – nur hightechig: Beim Überfahren durchstoßen Spitzen die Reifen und mit Teflon beschichtete Metallschläuche dringen ein, sodass die Luft ungehindert entweicht. „Die Entlüftung dauert durchschnittlich 20 bis 30 Sekunden“, erklärt der Hersteller. Aber Moment! Das ist doch die Idee für eine weitreichendere Verwendung. Zum Beispiel in der Politik. Wenn wieder einmal irgendein aufgeblasener Windbeutel von Politiker eine Vernunftgrenze überschreitet, wird ein Stop-Stick ausgelegt. In 20 bis 30 Sekunden ist die Luft raus. Zwar müffelt es kurzzeitig übel, aber anschließend ist die Luft angenehm rein.

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