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■ Boehringer-Betriebsrat protestiertStellenabbau fällt größer aus als geplant

Mannheim (dpa) – Der Fusion von Boehringer Mannheim mit dem schweizerischen Pharma- Unternehmen Hoffmann-La Roche werden nach Informationen des Boehringer-Gesamtbetriebsrates mehr Stellen zum Opfer fallen als zunächst geplant. Die Arbeitgeber hätten am Montag bei einem Gespräch erklärt, in Mannheim sollten etwa 16,9 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut werden, teilte der Betriebsrat mit. Dies entspreche mehr als 1.000 Stellen, während bislang von 800 bis 900 Stellen die Rede gewesen sei. Der Betriebsrat halte die Pläne aber „wegen der zu erwartenden Nachteile für die Beschäftigten“ politisch nicht für durchsetzbar. Die Arbeitnehmervertreter warfen der Arbeitgeberseite ferner vor, sie habe bereits in den vergangenen Wochen ohne Rücksprache mit dem Betriebsrat begonnen, einzelne Maßnahmen umzusetzen. Auch hätte sie monatelang aus formalen Gründen Informationen verweigert und legte nun plötzlich detaillierte Maßnahmenkataloge vor, die kaum noch den Charakter vorläufiger Planungen hätten.

La Roche verbuchte für den Kauf insgesamt Aufwendungen von 6,31 Milliarden Franken (7,57 Milliarden Mark). Von der Unternehmensleitung war keine Stellungnahme zu erhalten.

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