: Steak bald aus dem Zuchtlabor
HAMBURG dpa ■ Niederländische Forscher möchten künstliches Fleisch im Labor züchten und so das Töten von Tieren überflüssig machen. Das berichtet Geo-Wissen. Fleischklumpen von mindestens 50 Gramm will der Dermatologe Wiete Westerhof von der Uni Amsterdam in großen Containern heranwachsen lassen. Er habe sich von der Herstellung künstlicher Haut inspirieren lassen. Er besitze zusammen mit zwei Geschäftsleuten bereits ein weltweites Patent auf diese Methode. Allerdings sei das Verfahren noch nicht ganz ausgereift, schreibt Geo. Die Fleischproduktion soll mit Hilfe von Kollagengerüsten gelingen, an denen Muskelzellen andocken, die Spendertieren entnommen worden sind. Westerhof spricht von Containern mit mehr als 5.000 Litern Fassungsvermögen, in denen das Fleisch in einer Nährstofflösung erzeugt werden könne. Die Flüssigkeit solle 62 Inhaltsstoffe – Aminosäuren, Vitamine, Enzyme – enthalten.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen