: Stasi-Pädagogen in Schulen und Horten
Rostock (dpa) - Der Stadtschulrat von Rostock hat elf Angehörige des ehemaligen Amtes für Nationale Sicherheit sowie 24 hauptamtliche Funktionäre der ehemaligen SED als pädagogische MitarbeiterInnen in Schulen, Heimen und Kinderhorten eingestellt. Daraufhin haben der örtliche Runde Tisch sowie mehrere hundert Rostocker BürgerInnen den Rücktritt des Oberbürgermeisters und des Stadtschulrates gefordert. Hingegen hatte die Stadtverordnetenversammlung das Verhalten des Stadtschulrats lediglich mißbilligt und gegen ihn ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Parteien und Bürgerbewegungen haben jetzt beschlossen, ihre Arbeit erst wieder aufzunehmen, wenn Oberbürgermeister Henning Schleiff die Verantwortung für die unkonventionelle Personalpolitik seines Schulrats übernimmt und zurücktritt. Der Rostocker Runde Tisch hatte bereits vorher seine Arbeit aus Protest niedergelegt.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen