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Squatting Days in HamburgSchmeiß die Möbel aus dem Fenster

Das Besetzertreffen beginnt mit einer Hausbesetzung, von der die Organisatoren nichts wussten. Bei der polizeilichen Räumung kommt es zu Gewalt – und Festnahmen.

HAMBURG taz | Die internationalen Squatting Days in Hamburg haben mit Militanz begonnen. In der Nacht zum Donnerstag besetzte eine Gruppe die vom Abriss bedrohten Gründerzeithäuser in der Breiten Straße im Stadtteil Hamburg-Altona. Während Polizisten mit Kettensägen und anderem Werkzeug versuchten, die Tür aufzubrechen, flogen aus dem Haus Farbbeutel, Böller, Holzplatten und andere Einrichtungsgegenstände. Erst nach mehreren Stunden kamen die Einsatzkräfte in die Gebäude, fünf BesetzerInnen wurden abgeführt.

Die Besetzung war offensichtlich von einer Gruppe autark vorbereitet worden. „Wir wussten nichts von der Aktion, das hat eine Gruppe autonom organisiert“, sagt Peter P. vom Vorbereitungskreis der Squatting Days. Auch die Initiative Breite Straße, die sich seit Jahren für den Erhalt des Häuserensembles – auch mit Besetzungen – engagiert, war in die Aktion nicht eingeweiht worden. Eine Kritik an den Squatting Days, die im Netzwerk „Recht auf Stadt“ öfter zu hören ist: dass manche Planungen unstrukturiert erscheinen.

Am Donnerstag begann dennoch das vielseitige Workshop-Angebot von „Bankenbesetzungen in Catalunyen“ über „Pizzabrot statt Wohnungsnot in Wien“ oder „Squatting als Alternative zum Kapitalismus“ und „Organisierung entlang von Alltagskämpfen“. Höhepunkt ist eine Demonstration am Samstag.

Um die Squatting Days hatte es monatelang Querelen gegeben, weil die Stadt zunächst keine zentrale Fläche für das Camp zur Verfügung stellen wollte. (KVA, KSCH)

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1 Kommentar

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  • vergessene Liebe

    Ist doch ein gutes Zeichen das die Jugend rebelliert... gegen die unsinnig hohen Mietpreise in HH... und aktiv wird gegen das Spekulantentum im Wohnmarkt!