■ Spannung um Kaschmir nach Atomtests: Pakistan beklagt „nukleare Erpressung“
Islamabad/Neu-Delhi (dpa) – Pakistan fühlt sich in der Sorge um seine Sicherheit nach den Atomtests seines indischen Nachbarn alleingelassen. Die ganze Welt mit Ausnahme der Chinesen ignoriere dies, sagte der pakistanische Regierungschef Nawaz Sharif. Indien betreibe eine „nukleare Erpressung“ und strebe eine militärische Lösung in Kaschmir an. Sharif drohte Indien harte Reaktionen auf mögliche „abenteuerliche“ Aktionen an. Die fünf indischen Atomtests vor zwei Wochen haben die Beziehungen zu Pakistan dramatisch verschlechtert.
In Indien wird seit einer Woche das Gerücht gestreut, Pakistan habe bereits einen Atomtest versucht, sei damit aber gescheitert. Sharif steht unter wachsendem innenpolitischen Druck, mit eigenen Atomtests auf die indischen Versuche zu reagieren. Am Wochenende ließ er aber offen, ob es Atomtests geben werde. Sharif kritisierte, die gegen Indien verhängten Sanktionen hätten keine Wirkung.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen