: Soundcheck
■ Adorable
SOUNDCHECK
Heute abend: Adorable. Wire und Echo & The Bunnymen mögen gemeinsam Pate gestanden haben, als die vier Engländer von Adorable beschlossen haben, Musiker zu werden. Vom Punk ohne Wiederkehr bis ins Breitwand-Universum des spärischen Gitarrenspiels führt der episch breit getretene Pfad ihrer pathetischen englischen Rockmusik. Hier ein Herz auf Rosinengröße wie aus einem Joy-Divison- Album geschnitten, dort eine nonchalante Textgeste über die Relativierbarkeit allen Tuns, Adorable beherrscht die Rezeptur der Club- Musik unterm Union Jack. Entsprechend geheiligt durch kariöse NME-Schreiber wird das Quartett
1dann auch in Deutschland viel gut geheißen. Daß sie manchmal richtig gemein klingt, spricht zweifelsohne für ihre zweiten CD Against Perfection, aber weiter als in den Vorraum der „Hall Of Fame“, wo der Eintritt noch frei ist, wird der Weg
1von Adorable nicht führen. tlb
Logo, 21 Uhr
Außerdem: Charts-Schnulzen mit Charles & Eddie in der Großen Freiheit und Jazz-Schnulzen mit Al DI Meola in der Fabrik.
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