piwik no script img

■ Wir bedauern:Sorry, Antifas!

Berlin (taz) – Eine Bundestagsabgeordnete der PDS beschwerte sich telefonisch, ein Berliner Antifa kam persönlich in die Redaktion: Grund für die – berechtigte – Aufregung war ein Foto in der überregionalen taz vom 3. Mai (Seite 5 ) von einer Demonstration von Antifaschisten gegen die neonazistische FAP in Berlin, auf dem lediglich die abgebildeten Zivilpolizisten mit schwarzen Balken unkenntlich gemacht worden waren – Antifas und ein FAPler hingegen nicht. Die Entscheidung, das Bild ins Blatt zu nehmen, geschah ohne Wissen und gegen den ausdrücklichen Willen des Hamburger Fotografen Andreas Herzau (Agentur Signum). Angesichts der Gefahr für Aktivisten der antifaschistischen Szene, samt Bild auf eine der schwarzen Listen der Neonazis zu geraten, ein leichtsinniger Fehler, wie der verantwortliche Redakteur mittlerweile reumütig bekennt. Noch einmal: Wir geloben Besserung!

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen