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Sondermüll-Export verboten

■ 3.000 Tonnen „Bindemittel“ mit Blei, Kadmium und anderen Giften verseucht

Niedersachsen hat einen geplanten Export von angeblichem Bergbau-Bindemittel einer Gladbecker Firma nach Weißrußland verboten. Das Material sei eindeutig Sondermüll und kein Wirtschaftsgut, so das Umweltministerium. Untersuchungen der rund 3.000 Tonnen ergaben Belastungen mit Blei, Kadmium, Zink und Arsen in einer Konzentration, wie sie in Flugstäuben von Müllverbrennungsanlagen anzutreffen sind. Das Material wird an die nordrhein-westfälische Recyclingfirma zurückgeschickt.

Im Februar waren mehrere tausend Säcke bei der Verschiffung in Emsland und Osnabrück sichergestellt worden. Die nordrhein-westfälische Behörde hatte die Unbedenklichkeit des Exports bestätigt. Das Material war als Wirtschaftsgut deklariert und so der Aufsichtspflicht der Abfallbehörden entzogen. In Weißrußland sollte es als Bindemittel für den Dammbau im Bergbau verwendet werden.

Nach Ansicht der niedersächsischen Behörden belegt die von der Gladbecker Firma vorgelegte Bescheinigung einer wissenschaftlichen Produktionsvereinigung in Minsk nicht glaubhaft eine unbedenkliche Verwendung im russischen Bergbau. dpa

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