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Sonderkommission gefordert

Eine „Sonderkommission Wohnungskriminalität“ solle der Senat gründen, fordert die Berliner MieterGemeinschaft. Aus der Wohnungsnot werde zunehmend auf betrügerische Weise Kapital geschlagen, ohne daß die Behörden dies eindämmen könnten. Viele Makler verlangten bis zum doppelten der zulässigen Vermittlungsgebühr, die bei normalen Wohnungen zehn Prozent der Jahreskaltmiete, bei Zimmern nur vier Prozent davon beträgt. Vermieter versuchten illegalerweise Vermittlungsgebühren zu kassieren, was nur Makler dürfen. Die Bezirke nutzten ihre Belegungsrechte nicht. Freigewordene Altbauwohnungen würden zum doppelten Preis weitervermietet, statt wie zulässig mit einem Aufschlag von zehn Prozent. Die MieterGemeinschaft fordert die strikte Anwendung des vorhandenen Gesetzesinstrumentariums sowie, vorhandene Gesetzeslücken zu schließen. Der Senat solle Wohnungssuchende umfassend über ihre Rechte informieren.

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