piwik no script img

■ Solingen 1„Ganz Schlimmes“

Düsseldorf (taz) – Im Prozeß um den mörderischen Solinger Brandanschlag gab es auch gestern wieder total gegensätzliche Zeugenaussagen zu einem wichtigen Detail. Der Fensterputzer Gerhard Zimmermann, der sich ein paar Tage nach dem Brandanschlag im Haus des Angeklagten Felix K. aufhielt, sagte unter Eid aus, die Mutter des Angeklagten habe ihm gegenüber an diesem Tag wörtlich geäußert: „Unser Felix hat ganz was Schlimmes getan.“ Frau K. hatte noch am Mittwoch als Zeugin geschildert, nie einen Verdacht gegen ihren Sohn gehegt zu haben. Vom Gericht zu diesem Widerspruch befragt, bestritt Frau K. energisch die Aussage des Fensterputzers: „Ich habe diese Äußerung nicht gemacht. Herr Zimmermann lügt.“ Auch nach diesem Dementi hielt der Zeuge an seiner Darstellung fest: „Ich bleibe dabei, weil es die Wahrheit ist.“

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen