: Smudo kills Raubkopien in Dulsberg
Ein weißer Bus mit der Aufschrift „Copy Kills Music“ parkt vor dem Emil-Krause-Gymnasium in Dulsberg. Etwas abseits stehen vier Jungs. Was der Bus hier soll? „Smudo ist da und findet Raubkopieren scheiße“, sagt einer, „ich finde das nicht“. Er brenne nicht selbst, aber kopierte CDs habe er schon gekauft: „Ich will ja hier keinen anschauen“, und blickt zu einem Mitschüler.
Hier hat die Aufklärungskampagne der Musikindustrie gegen das Raubkopiegeschäft nicht verfangen. Nach einer Anzeigenserie wird jetzt der Dialog gesucht: Der Bus fährt durchs Land und in jeder Stadt hüpft ein Star heraus. Also steht Smudo von den Fantastischen Vier auf dem Schulhof, gibt TV-Interviews und zwischendurch ein paar Autogramme. Im Bus spielen Schüler ein Computerspiel um Praktikumsplätze. „Jeder kann ein Newcomer sein“, steht in einem Faltblatt, doch kaum einer hat ein Demotape dabei.
„Hier passiert ja nix“, findet der Junge vom Anfang, „keine Rede, keine Musik. Aber Smudo ist eh kein guter Rapper!“ Felix Bayer
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