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Sizilien: Notstand ausgerufen

ROM afp ■ Zwei Tage nach der Landung eines Flüchtlingsschiffes mit rund tausend Menschen an Bord hat die italienische Regierung den Notstand in Sizilien ausgerufen. Die Regierung in Rom beschloss gestern, den Behörden auf der Mittelmeerinsel Vollmachten zur Abwehr illegaler Einwanderer zu übertragen. Am Montag war das Flüchtlingsschiff „Monica“ in der sizilianischen Hafenstadt Catania eingelaufen. Die kurdischen Flüchtlinge, unter ihnen 361 Kinder, wurden am Dienstag in ein Aufnahmelager im süditalienischen Bari gebracht. Italien ist wegen seiner exponierten Lage im Mittelmeer ein wichtiges Ziel für Flüchtlinge. Seit Jahresbeginn landeten bereits 5.000 Menschen an Bord von Flüchtlingsschiffen in italienischen Häfen. Satelliten haben bei Gibraltar und in der Nähe des Suez-Kanals gestern schon wieder vier Flüchtlingsschiffe mit rund 900 Menschen an Bord mit Kurs auf Italien gesichtet.

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