piwik no script img

Sicher im Schlick

Zwei neue Wattführer für die Nordseeküste

Von Sven-Michael Veit

Sie sei „völlig blauäugig“ gewesen, das gibt Claudia Utecht zu. Als allererste Wattwanderung für sich und ihre zwölfjährige Tochter hatte sie sich damals eine ausgesucht, die sie heute als „Extremtour für Bewegungshungrige“ einstuft: Von Damgast zum Leuchtturm Arngast im Jadebusen führt eine der schwersten Wattwanderungen an der Nordseeküste, 19 Kilometer, die in den sechs Stunden bewältigt werden müssen, in denen das Wasser nicht da ist.

Jener Anfängerinnenfehler hat die Inhaberin einer Werbeagentur im schleswig-holsteinischen Bordesholm veranlasst, zwei „Wattwanderwegweiser“ für Schleswig-Holstein sowie für Niedersachsen und Hamburg zu schreiben. 31 Wattwanderungen zwischen Amrum und Norderney beschreibt Utecht detailliert und mit Begeisterung. Praktisch und wichtig sind die Angaben zu Länge und Dauer der Tour, Schwierigkeitsgraden, An- und Abreise, geschmückt mit zum Teil sehr schönen Fotos, fantasievollen Zeichnungen und hübsch illustrierten Übersichtskarten. Hinzu kommt allerlei Wissenswertes über Wandern auf dem Meeresboden, Flora und Fauna im Wattenmeer, die richtige Ausrüstung und Listen von Ansprechpartnern und Naturschutzeinrichtungen.

Wer ins Watt will, erfährt hier, wo und wie er das am besten kann – und am sichersten.

Claudia Utecht: „Wattwanderwegweiser Schleswig-Holstein“ (146 S., 14,95 Euro); „Wattwanderwegweiser Niedersachsen mit Hamburg“ (114 S., 12,95 Euro), beide Isensee-Verlag, Oldenburg

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen