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Sex on the Mannheim

Politischer FKK-Swinger-Urlaub: Bildung für alle

Überschrieben mit „Kurioser Aufruf im Amtsblatt“, fanden wir am Mittwoch eine herrlich klemmige Untenrummeldung der dpa aus dem baden-württembergischen Hotspot Mannheim vor. Also just von dort, wo Rhein und Nektar, nein, Neckar, zusammenfließen und andere Körpersäfte auch. „Politiker plant FKK-Swinger-Fahrt – und intimen Vorab-Kurs“, frivolte es gehörig. Nach Frankreich ins Mittelmeersexarchipel Cap d’Agde will der Mannheimer „Stadtrat Julien Ferrat“ von der Fraktion „Die Mannheimer“ die Söhne und Töchter Mannheims locken, zu einer „Politischen Bildungsfahrt. Die achttägige Fahrt soll am 2. August starten.“ Wer keine staatsbürgerlichen Vorkenntnisse mitbringt, den bereitet Ferrat „am örtlichen FKK-Strand auf die Reise vor“. 25 Teilnehmer „haben sich demnach gemeldet“. Abgelegen „am Altrhein“ plant der Ratsherr folgende Tages- und Nacktordnungspunkte: „Es wird so ähnlich wie ein Tantra-Workshop sein, wo der Anleiter die Sachen theoretisch erklärt und auch praktisch vormacht.“ Holla, die FKK-Fee! Ein Sprecher der Mannheimer Polizei äußerte sich jetzt lässig bürokratisch dazu: Es sei „wichtig, die örtlichen Gesetze und die gesellschaftlichen Normen zu respektieren. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.“