■ Nach Räumung einer Straßenblockade: Serben im Kosovo brechen Kontakt zu UN ab
Kosovo Polje/Belgrad (AP) – Die internationale Friedenstruppe (KFOR) hat gestern Morgen eine serbische Straßenblockade auf der wichtigsten Ost-West-Straße im Kosovo beseitigt. Die Serben hatten diese Blockade vorige Woche nach einem Granatangriff auf einen Markt in der Stadt Kosovo Polje errichtet, bei dem zwei Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden waren. Als Reaktion auf den Einsatz der KFOR brachen die Serben in Kosovo Polje den Kontakt zur KFOR und den Vereinten Nationen ab. Ein Sprecher der serbischen Gemeinde verlangte Sicherheitsgarantien für die serbische Bevölkerung.
Unterdessen haben Sondereinheiten der jugoslawischen Polizei am Montagabend in Belgrad erneut einen Protestmarsch der Opposition verhindert, dabei aber auf Gewalt verzichtet. Bei dem Versuch der Demonstranten, zum Sitz des Patriarchen der Serbischen Orthodoxen Kirche zu marschieren, wurden sie von der Polizei in die Fußgängerzone abgedrängt.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen