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Senegal: Jetzt 970 Fähropfer

DAKAR afp/taz ■ Mindestens 970 Menschen sind bei der Havarie der senegalesischen Fähre „Joola“ am Donnerstag ums Leben gekommen. Dies stellte Senegals Regierung offiziell am Sonntagabend fest, nachdem sich herausgestellt hatte, dass 1.034 Menschen statt wie bisher angenommen 796 an Bord des Schiffes waren. Die Zahl der Überlebenden wurde mit 64 angegeben. Erst etwa 350 Leichen sind bisher geborgen worden. Die Zahl von 1.034 Fährinsassen könnte noch steigen, da noch nicht endgültig geklärt ist, wie viele Leute das Schiff ohne Fahrschein bestiegen hatten. Die „Joola“, wichtigste Verkehrsverbindung zwischen dem Süden Senegals und der Hauptstadt Dakar, hatte eine Kapazität von 600 Menschen. Zu den Fährinsassen gehörten 52 Besatzungsmitglieder, darunter Militärs. Ein am Sonntag bekannt gewordenes Amateurvideo beweist, dass das Schiff schon beim Auslaufen aus dem Hafen Ziguinchor Schlagseite hatte. Präsident Abdoulaye Wade schlug vor, die Opfer in einem gemeinsamen Friedhof zu bestatten, der dann als Gedenkstätte dienen würde.

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