: Sehenswertes in Kassel
■ betr.: „Sehr intime Bedürfnisse“, taz vom 3.5.94
In Ihrer Ausgabe vom 3. Mai 1994 berichtete Ihr Autor Stefan Römer auf Seite 12 über die Ausstellung „Opposition & Schwesternfelder“ im Museum Fridericianum Kassel. In dem Artikel heißt es: „Bei Ralph Weißleder zuletzt fällt alles in einem von unangreifbaren Pop-Idolen bevölkerten Markt im obersten Stockwerk zusammen, der durch erotische Suggestionen funktioniert – kiloweise angehäufte Fanmagazine mit Postern und Covergirls.“
Abgesehen davon, daß der Titel der Ausstellung „Oppositionen & Schwesterfelder“ ist und sich mein Vorname mit f schreibt, habe ich zu dieser Darstellung folgendes richtigzustellen: ich zeige in Kassel weder Fanmagazine noch Poster.
Vielmehr sind in Kassel 22 gerahmte Fotos und 11 Vitrinen zu sehen, in denen folgende Gegenstände arrangiert sind: etwa 200 gefundene und gesammelte Absatzbeschläge von Damenschuhen; Bilder aus Illustrierten und Zeitschriften, einzeln oder in Gruppen bzw. Reihen; 5 Blechplaketten zum Umhängen oder Anstecken; ein Briefcouvert verschiedene Broschüren; 6 Bücher; ein CD-Cover/-Begleitheft; eine Champagner-Flasche; ein kleiner Stapel Collagen; ein Haufen Elefanten aus grauem Plastik; 8 Farbfotos (10x15 cm); ein Feuerzeug, ein privates Fotoalbum; ein paar Frösche aus verschiedenen Materialien; ein fotokopierter Text von Serge Gainsbourg; 3 leere Getränkedosen; 2 schwarzweiße Fotokopien hinter Glas; eine Mimosa-Haarnadel auf Pappkärtchen; 11 lose Karten und ein komplettes Kartenspiel; ein auseinandergeklappter Karton für Ültje-Erdnüsse; ein Kaugummi; 5 Kleinplastiken; ein Lineal; insgesamt 30 Memorykarten; eine gekaufte Arc-de-Triomphe-Miniatur und 3 selbstgebastelte Modelle; 3 fotokopierte Namensschilder; eine Naturmolke-Packung; eine Papier- und eine Plastiktüte; 21 Postkarten; 10 nicht in den Modellen verwendete Preiserfiguren in unterschiedlichen Maßstäben (1:87 und 1:22,5); 10 Prospekthüllen mit Collagen; ein Sammelalbum für Zigarrenbildchen; ein Päckchen Schokoladenzigaretten; 5 Spielzeugautos und einige Spielzeugfiguren aus Kunststoff; ein Pariser Stadtplan mit Reiseführer; ein Streichholzheftchen und 2 Streichholzschachteln; eine Sammlung gefalteter Tageszeitungen; eine Telefonkarte, eine Tonbandcassette; eine Tüte Puff-Maisflocken; eine Visitenkarte; 2 kosmetische Warenpröbchen; mehrere Dutzend Zeitschriften und Illustrierte; 2 Zuckerwürfel. Ralf Weißleder, Hamburg
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