: Schwulenfeindlicher Überfall
Mann wurde in Friedrichshain als Tunte beschimpft und zusammengeschlagen
Opfer eines schwulenfeindlichen Überfalls wurde am frühen Sonntagmorgen ein Mann in Friedrichshain. Nach eigenen Angaben wurde Peter M., der mit seinem Freund auf dem Rückweg von einer Privatfeier war, in der Nähe des Rudolfplatzes von zwei Männern als „Tunte“ beschimpft und zu Boden geschlagen.
Das Opfer fiel bei dem Sturz mit dem Kopf auf ein Auto und musste sich später im Krankenhaus behandeln lassen. Einer der beiden etwa dreißigjährigen Angreifer entkam, der andere konnte mit Hilfe von Anwohnern und privaten Wachschützern, die sich zufällig in der Nähe aufhielten, festgehalten werden. Die Polizei nahm seine Personalien auf. Die Polizei bestätigte gestern den Vorfall. Gegen den Angreifer wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. M. hat als Filmemacher schon öfters kritisch über die rechte Szene berichtet. Er glaubt jedoch nicht, dass der Überfall etwas mit seiner Arbeit zu tun hat. KAMM
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen