piwik no script img

Schwere Sünden begangen

PapSTreise In Bolivien bittet Franziskus um Vergebung für die Verbrechen der Conquista

afp | Papst Franziskus hat sich bei Südamerikas Ureinwohnern für frühere Vergehen der katholischen Kirche entschuldigt. „Ich sage Ihnen mit Bedauern: Im Namen Gottes sind viele schwere Sünden an den Ureinwohnern Amerikas begangen worden“, sagte das 78-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstag bei einem bewegenden Treffen mit Vertretern von Volksbewegungen aus aller Welt im bolivianischen Santa Cruz de la Sierra. Franziskus nutzte seinen Besuch auch, um für ein weltweites Umsteuern von einem ausgrenzenden Kapitalismus zu einer „Wirtschaft im Dienst des Volks“ zu werben. „Wir sagen es ohne Furcht: Wir wünschen uns einen Wandel“, sagte Franziskus. „Erkennen wir, dass die Dinge nicht gut laufen in einer Welt, wo es so viele Bauern ohne Land gibt, so viele Familien ohne Dach, so viele Arbeiter ohne Rechte, so viele Menschen, die in ihrer Würde verletzt sind?“, fragte das Kirchenoberhaupt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen