: Schneller ist nur der Tod
(„Vom Rasen auf deutschen Straßen“, 19.15 Uhr, N3) Wer kennt nicht die Berichte über Massenkarambolagen in Folge von überhöhter Geschwindigkeit bei rasch einsetzendem Nebel? Fünf Tote, neun Schwer- und 24 Leichtverletzte notiert der Polizeibericht lapidar. Aber die Raserei geht weiter. 8.500 Menschen haben im letzten Jahr auf den Straßen der Bundesrepublik ihr Leben gelassen. Der Sachschaden von annähernd 50 Milliarden Mark ist für die Automobilindustrie ein Gewinn. Der kollektive Irrsinn hält an, auch deshalb, weil jeder einzelne davon ausgeht, daß es ihn nicht treffen wird.
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