: Schlüsselfigur
Der Führer der osttimoresischen Unabhängigkeitsbewegung und Indonesiens prominentester Gefangener, Alexandre José „Xanana“ Gusmão, wurde vor einer Woche aus dem Cipinang- Gefängnis in Jakarta in den Hausarrest überstellt. In einem ehemaligen Privathaus eines Gefängnisdirektors wird er von vier Wärtern bewacht. Sie registrieren die Besucher und fragen ab und zu höflich an, was sie all den Presseleuten sagen sollen, die ein Interview mit Gusmão begehren. Der 52jährige frühere Rebellenführer wurde 1993 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt und ist inzwischen zur Schlüsselfigur für die Lösung des Ost-Timor-Konfliktes geworden.
Gusmão bietet Kaffee an und kocht ihn sogleich selbst. In seinem Empfangsraum hängt ein Kruzifix, darunter ein Marien- und ein Jesusbild. Im Radio hört er neben den Nachrichten gern Musik von Phil Collins und Maria Carey, Techno findet er abscheulich. Wenn er frei wäre, sagt er, würde er „sofort ins Flugzeug steigen und nach Ost-Timor fliegen“. li
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen