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herzensortSchlemmen im Schwarzwald

„Hallo, danke, tschüss!“ – Ein Stimmengewirr hallt in der Kassenschlange der Freiburger Mensa Rempartstraße, dazu ertönt das Klirren von Tellern und Besteck. Auf meinem Tablett: „Älpler Makkaroni“ für 2,50 Euro, knusprig gebratene Nudeln, Räuchertofu und kleine Kartoffelstücke in Tomatensoße. Mmhm! Kantinenessen kann so viel mehr sein als matschiges Möhren-Erbsenpüree – das weiß ich, seitdem ich die Rempartmensa kenne, wo wir Studis zwischen Vorlesung und Bibliotheksbesuch zusammenfinden. Dort gibt es immer vegetarische und vegane Angebote, Gnocchi mit Pinksauce zum Beispiel, bunte Bowls oder das Mangold-Linsen-Curry mit Basmatireis und Naan-Brot. In Freiburg gibt es auch die sogenannten Bänderer: sie nehmen sich bei der Tablettrückgabe vom Fließband, was andere nicht aufgegessen haben – und retten es vor dem Müll. 800 Kilometer von diesem kulinarischen Paradies entfernt, ertappe ich mich beim Tagträumen dabei, wie ich die blaue App öffne und das Menü des Tages auschecke: Schwäbisches Linsengemüse mit Wienerle oder Tofuwurst, dazu Bauernspätzle und Blattsalat. Nochmal: Mmmhm! Johanna Weinz

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen