: Schiller-Schwenkow
■ Konzertveranstalter bekommt das geschlossene Schiller Theater
Ein gutes Jahr nach der verkündeten Schließung des Schiller Theaters ist mit dem Konzertveranstalter Peter Schwenkow ein neuer Betreiber für das Haus gefunden. Der Senat billigte gestern eine entsprechende Vorlage des Kultursenators Roloff-Momin, wonach die Vertragsverhandlungen mit dem Geschäftsführer der „Berlin Entertainment Companies“ (concert concept) aufgenommen werden sollen. Damit wurde die Zukunft von Deutschlands einst größter staatlicher Sprechbühne als Musicaltheater besiegelt. Der auf zehn Jahre Laufzeit angelegte Vertrag soll im September vom Senat beraten und entschieden werden. Wann Schwenkow mit seinem Konzept aus Musical-Gastspielen und berlinspezifischen Eigenproduktionen beginnen kann, ist jedoch noch völlig unklar. Der Start ist abhängig von der Zukunft des Metropol-Theaters. Das Ensemble des renovierungsbedürftigen Hauses soll vorübergehend für ein bis zwei Jahre ins Schiller Theater einziehen. Die Theaterleitung und der Personalrat halten den Umzug jedoch für unnötig. Der Kultursenator wartet derzeit auf weitere Informationen der Metropol-Investoren. „Das geht alles sehr langsam“, so Pressesprecher Rainer Klemke. Schwenkow betreibt in Berlin unter anderem das Wintergarten-Varieté und die Waldbühne, in Wien das „Ronacher“-Theater und in Stuttgart das Varieté Friedrichsbau. dpa
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen