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Schampus in Moabit

■ Kreuzberger aus U-Haft entlassen

Moabit. Vor der Moabiter U-Haftanstalt floß gestern vormittag der Schampus in Strömen. Der Grund der Feierlichkeit, zu der sich 80 Menschen, darunter Anhänger autonomer und antifaschistischer Gruppen versammelt hatten: der 22jährige Kreuzberger Wulf S. wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Wulf S. war am 9. Dezember wegen des Verdachts festgenommen worden, Anhänger der neonazistischen „Nationalen Offensive“, die inzwischen verboten worden ist, in einem S-Bahn Zug kurz vor der Station Schöneweide zusammengeschlagen und ihnen einen Rucksack geklaut zu haben. Während ein mitbeschuldigter Bekannter wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, wanderte Wulf S. wegen Verdachts des schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung in U-Haft. Nach Angaben seiner Rechtsanwältin Petra Schlagenhaupt wurde der Haftbefehl damit begründet, ihr Mandant wohne nicht unter seiner polizeilichen Meldeanschrift. Inzwischen sei der ursprüngliche Vorwurf auf einfachen Raub in Tateinheit mit Körperverletzung abgeschwächt worden. Wulf S. sei auferlegt worden, sich zweimal wöchentlich zu melden. Zu dem Tatvorwurf äußerte sich die Anwältin nicht, sondern verwies lediglich darauf, daß ihr Mandant mit einem Rucksack festgenommen worden sei, der Anhängern der „Nationalen Offensive“ gehören soll. plu

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