: Saubere Körner
Kleve/Düsseldorf (dpa) — Ein Irrtum der Zollfahndung hat einen Bio- Bauern aus dem niederrheinischen Kranenburg zu Unrecht in Verruf gebracht. Der Zoll hatte dem 38jährigen vorgeworfen, einen schwunghaften Handel mit falschen Bio-Produkten zu treiben (siehe 'Wahrheit‘ vom 5.11.). Jetzt räumte die Düsseldorfer Oberfinanzdirektion ein: „Unsere Zollfahndung hat schlecht recherchiert. Der Bauer ist rehabilitiert.“ Der Landwirt erbrachte eindeutige Beweise, daß sein Importgetreide „sauber“ war. Gleichwohl kommt der Bio-Bauer nicht umhin, dem Fiskus einige tausend Mark nachzuzahlen. Der Bauer gab zu: „Der Vorwurf des Zolls, ich hätte die Ware tonnenweise eingeschmuggelt, ist absolut korrekt.“
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen