: Sarrazin zeigt, was ’ne Harke ist
Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) will künftig Sozialhilfeempfänger verstärkt für gemeinnützige Arbeiten einsetzen. So könne das finanziell schwer angeschlagene Land an anderer Stelle Geld sparen, sagte Sarrazin gestern dem Radiosender Hundert,6. Deshalb wolle er die Bezirke anschreiben und um eine Auflistung anstehender gemeinnütziger Arbeiten bitten. „Wenn man mal rechnet, dass mindestens 30 Prozent der Sozialhilfeempfänger arbeitsfähig sind, und dass man hiervon die Hälfte für gemeinnützige Arbeiten ranziehen könnte, dann könnte man woanders im Land Geld sparen“, so der Senator. Hintergrund ist die Laubsammelaktion von Sozialhilfeempfängern im Bezirk Neukölln. Auf Anregung von Umweltsenator Peter Strieder (SPD) werden die Hilfebezieher in mehreren öffentlichen Parks eingesetzt, um das Laub der von der Miniermotte geschädigten Rosskastanien einzusammeln. Den Rechen schulterten zu Beginn der Aktion 50 Hilfeempfänger, nach wenigen Tagen erschienen nur noch 13. DDP
mehr zu bäumen auf SEITE 28
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen