: Sankt Joseph soll leben
■ Senat soll Rettungsfinanzierung für Klinik sichern
Rund zwei Jahre währte der Überlebenskampf des St. Joseph-Stiftes. Am kommenden Dienstag soll der Senat nun einem „Weiterentwicklungskonzept“ zustimmen. Rund 14,6 Millionen Euro soll danach die Stadt für das katholische Krankenhaus bereitstellen, das sich seinerseits zu Investitionen von rund 7,5 Milionen Euro verpflichtet. Wenn dann noch die Gesundheitsdeputation und der Ausschuss für Krankenhausplanung zustimmen, dann dürften die rund 1.000 Arbeitsplätze in der Klinik gesichert sein.
Seitens der Kassen heißt es, das Fortbestehen des Krankenhauses mit vergleichsweise günstigen Tagessätzen habe nie in Frage gestanden. Doch habe die Seehofer'sche Gesundheitsreform – das Einfrieren niedriger Sätze – das Haus in Bedrängnis gebracht. Das Ausscheiden „großer Namen“ in der Augenheilkunde und damit das Ausbleiben von Patienten sowie unwirtschaftliche Investitionen taten ein Übriges.
Nun soll mit einer weitgehenden Sanierung der Altbauten auch eine Umstrukturierung des Angebots einhergehen: Die geriatrische Tagesversorgung soll von 20 auf 40 Plätze verdoppelt und eine geriatrische Station aufgebaut werden. Angedacht sind auch 80 Plätze für einen naturheilkundlichen Schwerpunkt. Dadurch bekäme das Haus, das bislang über keine echte Spezialisierung verfügt, bessere Chancen. ede
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