: SPDler obdachlos
Stuttgart (epd) – Ulrich Brinkmann (51), SPD-Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg, hat zwei Wochen unter Obdachlosen auf der Straße gelebt. Nach seinen Erfahrungen sei vor allem der Bau von Einfachstwohnungen für „Berber“ dringend notwendig. Solche billigen Sonderwohnungen könnten ohne zusätzliche Ausgaben durch Umschichtungen innerhalb des Landeswohnungsbauprogramms errichtet werden. Brinkmann hatte die vergangenen 14 Tage in Begleitung eines Freundes verbracht, der seit 17 Jahren auf der Straße lebt. In der letzten Nacht campierten die beiden Männer unter dem Vordach des Landtagsgebäudes in Stuttgart.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen