: Rommel: Städte wollen Tempo 30
Bonn (taz) - Tempo 30 muß in Städten und Gemeinden als generelle Regelung eingeführt werden. Dies forderte gestern in Bonn Manfred Rommel, Stuttgarts Oberbürgermeister und neuer Präsident des Deutschen Städtetags. Damit widersprach er nach Beendigung der 25. Hauptversammlung des Deutschen Städtetags Bundesverkehrsminister Zimmermann, der noch am Dienstag öffentlich befunden hatte, eine solche Regelung bringe nichts weil die Kraftfahrer sie nicht akzeptieren würden.
Der europäische Binnenmarkt wird nach Ansicht der Kommunen ihre eigene Rolle stärken, aber auch die Konkurrenz der Städte untereinander verschärfen. Dieser Konkurrenz gelte es entgegenzutreten, meinte Rommel. Vom Bund forderte er, die Mittel für den Wohnungsbau deutlich heraufzu setzen.
Zur Städtebaupolitik der Bundesregierung äußerte sich auch die grüne Abgeordnete Jutta Oesterle-Schwerin. Die Regierung betreibe eine gegen die Städte und Gemeinden gerichtete Politik. Ursachen der Wohnungsnot sind ihrer Ansicht nach die „Möglichkeit, frühzeitig aus Preis- und Belegungsbindungen des sozialen Wohnungsbaus auszusteigen, und die Umwandlung von Miet- in Eigentumwohnungen. Mindestens eine halbe Million Sozialwohnungen müßten in den nächsten fünf Jahren vom Bund gefördert werden.
ff
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen