piwik no script img

Romatag am Freitag in BerlinParade durch Mitte am Nachmittag

Seit 51 Jahren feiern Sinti* und Roma* am 8. April. Um 16 Uhr startet die Romaday Parade unter dem Motto „F*ck your Paradise“

Aus Berlin

Bo Wehrheim

Am 8. April ist Romatag, ein weltweiter Aktionstag in Erinnerung an den 1. Internationalen Roma-Kongress 1971. Seit 51 Jahren feiern Sinti* und Roma* an diesem Tag ihre Kultur und bringen ihre Kämpfe gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung auf die Straße.

Los ging es bereits um 9 Uhr in der Salzburger Straße vor der Senatsverwaltung für Justiz und Antidiskriminierung, wo zivilgesellschaftliche Ak­teu­r*in­nen mit Senatorin Lena Kreck (Linke) die Roma-Flagge hissen.

Die Romaday Parade läuft dieses Jahr unter dem Motto „F*ck your Paradise“ und startet um 16 Uhr am Denkmal für die ermordeten Sinti* und Roma* Europas. Von da aus geht es mit Musik und Picknick durch Berlin Mitte. Die Demo endet um 18 Uhr mit der Performance „Reclaiming the Wheel“ am Rosa-Luxemburg-Platz. Hinterher gibt's ein Konzert der serbischen Rap-Girlband Pretty Loud im Maxim Gorki Theater.

Zudem stellt die transkulturelle Selbstorganisation RomaTrial e. V. in Zusammenarbeit mit Roma BIPOC und queeren Künst­le­r*in­nen und Ak­ti­vis­t*in­nen ein mehrtägiges politisches, kulturelles und künstlerisches Programm auf die Beine:

Theater am Abend

Am Abend beschäftigt sich das Forumstheaterstück der Jugendgruppe: „Wir sind hier!“ mit der Frage, was noch getan werden muss, um Rassismus und Unterdrückung von Roma* und Sinti* zu stoppen. Die Jugendgruppe WIR SIND HIER! setzt sich aus jungen Roma und Romnja von RomaTrial e. V. aus Berlin und Kiew zusammen.

Parallel zum Programm läuft die Kunstausstellung „Still Hope in Paradise? Künstlerische und diskursive Auseinandersetzung mit Zukunftspessimismus und Utopie“. Zu sehen sind Werke aus der bildenden und der Videokunst. Die Ausstellung wurde am Mittwoch eröffnet und ist noch bis zum 1. Mai im acud macht neu (Veteranenstraße 21) zu sehen.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare