: Revoluzzer Knigge
■ Schriftstellerisches Werk wird neu veröffentlicht
Der Name Knigge wird vor allem mit Anstandsregeln für den Umgang in der „feinen Gesellschaft“ verbunden. Dieses Bild entspricht jedoch ganz und gar nicht dem Wirken des radikalen Aufklärerers Adolf Freiherr Knigge. Die Knigge-Gesellschaft in Hannover hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in Vergessenheit geratenen Werke des in Bredenbeck bei Hannover geborenen Schriftstellers wieder ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu bringen. Aus diesem Grunde veröffentlicht sie eine zehnbändige Auswahl aus Knigges Schriften. Nach dem Tod des Schriftstellers 1796 in Bremen wurde insbesondere sein bekanntestes Werk, „Über den Umgang mit Menschen“, umgeschrieben und verfälscht. Die revolutionären Gedanken wurden getilgt, so daß im Laufe der Jahre die bekannte Knigge-Benimm- Version entstand. Nach Ansicht Eckart Spoos von der Knigge- Gesellschaft sind die Gedanken des Freiherrn gerade im vereinigten Deutschland wieder aktuell. dpa
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen