: Remise besetzt
Rund 15 Personen haben seit Samstag eine leerstehende Remise der „WIR„-Wohungsbaugesellschaft in der Dankelmannstraße 54 in Charlottenburg besetzt. Die Besetzer sind Schüler, Studenten und Langzeitobdachlose. Nach Angaben des Charlottenburger Baustadtrats Dyckhoff ermittelt der Bezirk derzeit, ob die Remise mit vertretbaren Mitteln kurzfristig für den Winter instandgesetzt werden kann. Sofern das möglich sei, sollten dort bevorzugt Obdachlose untergebracht werden. Dyckhoff begründete dies damit, daß die Obdachlosen aufgrund der kastratrophalen Wohnungssituation sprichwörtlich auf der Straße lägen, weil selbst in den sogenannten „Läusepensionen“ Aus- und Übersiedler untergebracht seien.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen