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Rassistischer Überfall

■ Farbiger vor Asylbewerberheim in Hohenschönhausen angegriffen

Hohenschönhausen. Das erste Opfer eines rassistischen Überfalls im neuen Jahr ist ein Farbiger aus Mosambik. Sechs Jugendliche, die nach Polizeiangaben dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sind, überfielen den 29jährigen Manuel T. in der Nacht zum Sonntag an einer Straßenbahnhaltestelle in der Nähe des Asylbewerberheimes Gehrenseestraße in Hohenschönhausen. Das Heim liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Anlaufstelle für Asylbewerber, die erst im November von Innensenator Dieter Heckelmann (CDU) in Betrieb genommen worden war.

Manuel T. wurde laut Polizeibericht um ein Uhr morgens von den Jugendlichen mit Baseballschlägern angegriffen und mit Füßen traktiert. Anschließend stiegen die Täter in eine Straßenbahn und entkamen unerkannt. T. wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Wie schwer die Verletzungen von T. sind und ob er noch gestern im Krankenhaus lag, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Ein diensthabender Wachmann im Wohnheim Gehrenseestraße, in dem 1.400 Menschen zumeist aus Vietnam und Mosambik untergebracht sind, erklärte gegenüber der taz, seine Kollegen und er hätten erst am Sonntag über Radio von dem Vorfall erfahren. Von ihrem Dienstraum aus sei die Straßenbahnhaltestelle nicht einsehbar. Auch sei nicht bekannt, ob T. im Heim wohne.

Nach Auskunft von Hans Holm, Mitarbeiter der „Bürgerinitiative Ausländische MitbürgerInnen“ in Hohenschönhausen ist dies der erste rassistische Angriff, der in unmittelbarer Nähe des Wohnheimes Gehrenseestraße stattgefunden hat. sev

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