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Rappe: Gebt der Ost-Chemie mehr Zeit!

Leuna (dpa/vwd) — Die IG Chemie hat Bedenken gegen die Unternehmenskonzepte der Treuhand für die Großchemie in der ehemaligen DDR. Wie der Chef der IG Chemie, Papier, Keramik, Hermann Rappe, in Leuna sagte, sind in dem vergangene Woche vorgelegten Treuhand-Bericht über die chemische Industrie die Zeiträume für mögliche Privatisierungen zu kurz. Zwar sollten die Kernunternehmen erhalten bleiben, aber die Treuhand sage nicht, was werden soll, wenn die Privatisierung bis zum Jahre 1992 nicht gelingt. Nach dem Treuhandbericht müssen fünf bis sechs Milliarden Mark für eine Sanierung der Chemieindustrie investiert werden. Von den derzeit noch etwa 58.000 Beschäftigten sollen künftig noch 20.000 übrigbleiben. Rappe verlangte sofortige Investitionen in die Produktion, die Umweltsanierung sowie in Forschung und Marketing bei den Ost-Unternehmen. Rappe meinte auch, die von der Treuhand vorgesehenen Sozialpläne seien unzureichend. Unser Foto von Marco Limberg/G.A.F.F. entstand in Leuna

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