: REPs fälschten Wahllisten
Recklinghausen (ap) - Der Kreistag von Recklinghausen hat gestern die Ergebnisse der Kreistagswahl vom 1.Oktober 1989 in drei Wahlbezirken für ungültig erklärt. Weil die Republikaner (REP) in jeweils einem Wahlbezirk der Städte Gladbeck, Datteln und Castrop-Rauxel gefälschte Unterstützungslisten für die Zulassung zur Wahl vorgelegt hätten, müsse in den betroffenen Bezirken die Wahl zum Kreistag wiederholt werden, teilte der Sprecher des Kreises in Recklinghausen mit. Die zu Unrecht zugelassenen Wahlvorschläge der REPs könnten nicht durch neue Vorschläge ersetzt werden, hieß es. Insgesamt hätten die Republikaner in 21 Fällen Unterstützungsunterschriften gefälscht und in weiteren acht Fällen durch arglistige Täuschung erschlichen, indem Parteiwerber sich als Mitarbeiter einer Verwaltung ausgegeben haben und die Unterschriften von alten Leuten oder Aussiedlern erschlichen haben. Vier REPler '89 zogen schließlich in den Kreistag.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen