: REPs: „Flut“ gegen Ausländerwahlrecht
Die rechtsradikalen „Republikaner“ in Berlin haben es begrüßt, daß ihr ehemaliger Vorsitzender Bernhard Andres eine neue Partei gegründet hat. „Wir betrachten die Parteigründung als positiven Bereinigungsprozeß“, sagte Fraktionssprecher Carsten Pagel gestern vor Journalisten. Nach seinen Angaben wanderten etwa 50 der rund 2.300 „Republikaner“ zu den „Deutschen Demokraten“ ab. Bei ihnen handele es sich um Mitglieder, die zum Teil einen „extremistischen Charakter“ hätten und zum Teil kriminell seien. Sie hätten nicht in die Partei gepaßt. Pagel kündigte erneut den Widerstand seiner Partei gegen das von SPD und AL geplante kommunale Wahlrecht für Ausländer an, das verfassungswidrig sei. Seine Fraktion werde Parlamentspräsident Jürgen Wohlrabe auffordern, den Gesetzentwurf nicht auf die Tagesordnung zu setzen. Außerdem würden die „Republikaner“ mit einer „Flut von Änderungs- und Geschäftsordnungsanträgen“ für eine breite Debatte im Abgeordnetenhaus sorgen. Seine Partei werde auch die Frage eines Volksbegehrens weiter verfolgen.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen