: Querbeet gelesen: Machtpositionen von Männern
„Gesellschaftsfähig werden die Themen nur in der Diskussion; zu wirkungsvollem politischen Handeln führt dies noch nicht. Und dazu kommt noch - und das ist ja gerade ein Negativeffekt der Frauenbewegung - die ausschließliche thematische Konzentration auf Frauen. Ich habe mich auch gefragt, ob nicht gerade die Konzentration der Frauenbewegung auf Frauen - und nicht auch auf das Geschlechterverhältnis - einen Beitrag dazu geleistet hat, wenn auch ohne dies zu intendieren. Es wurde zu wenig gekratzt an dem, was die Machtpositionen von Männern ausmacht.“
Ursula Müller, Leiterin der Gleichstellungsstelle der Stadt Hannover in einer Diskussion, die im Sonderheft November 1989 von „Neue Soziale Bewegungen“ abgedruckt ist.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen