: Protest gegen Wahlspots
(ap) - Redakteure und Techniker des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln wollen gegen die Ausstrahlung von Wahlwerbesendungen mit ausländerfeindlichen und nationalistischen Inhalten im Vorfeld der nordrhein -westfälischen Landtagswahl am 13. Mai mit einer eigenen Werbesendung im Hörfunk des Senders protestieren. In einem vierzig Sekunden langen Spot soll am 3.Mai auf allen drei Werbeprogrammen des Hörfunks eine Erklärung verlesen werden, in der die WDR-Mitarbeiter unter anderem verurteilen, „wenn in Wahlspots dem polnischen Volk das Recht auf ein Leben in den bestehenden Grenzen abgesprochen wird“. Solche und ähnliche Inhalte erwarten die Beschäftigten des Senders von den rechten Parteien die zur Landtagswahl an Rhein und Ruhr antreten.
Die Westdeutsche Rundfunkwerbung (WWF) lehnte jedoch in einem Schreiben die Ausstrahlung des geplanten Spots mit der Begründung ab, es handele sich bei der Erklärung der WDR -Mitarbeiter „ersichtlich nicht um Wirtschaftswerbung“. Die Mehrheit will der 50 WDR-Mitarbeiter die ablehnende Entscheidung der WWF vor Gericht anfechten.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen