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Protest für ökologische Agrarwende

In Berlin haben am Samstag Landwirt:innen sowie Klima-, Umwelt- und Tierschützer:innen des Bündnisses „Wir haben es satt!“ für eine ökologische Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik demonstriert. Vor dem Bundeskanzleramt wurden symbolisch meterlange bunte Girlanden mit Fußabdrücken auf Papier aufgehängt, 30 Traktoren fuhren hupend durch das Regierungsviertel. Zuvor hatten Vertreter:innen des Bündnisses auch eine Protestnote an die Bundes-CDU übergeben.

Die „Wir haben es satt!“-Demonstration findet alljährlich anlässlich der weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ in Berlin statt. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung laut Polizei mit rund 27.000 Teilnehmern die größte Demonstration in Berlin. In diesem Jahr wurden die Messe und der Protest wegen der Coronapandemie vor allem digital veranstaltet.

Das Bündnis fordert, dass der Umbau von Ställen und die Reduzierung der Nutztiere gefördert werden. Für mehr Klimaschutz müsse der Fleischkonsum deutlich gesenkt werden. Für mehr Insektenschutz seien ein Ausstieg aus Pestiziden und ein Gentechnik-Stopp nötig.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) kann den Vorschlägen des Bündnisses offenbar wenig abgewinnen. Im Interview mit dem Tagesspiegel am Sonntag kündigte sie lediglich ein Verbot von Werbung mit Fleischpreisen an. (afp, taz)

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