: Polizei schaltet Haartrockner ab
Schleswig (dpa) – Um einen Selbstmordversuch zu verhindern, hat die Polizei im schleswig-holsteinischen Jerrisbek in der Nacht zum Donnerstag im ganzen Dorf den Strom abschalten lassen. Ein 43jähriger Mann, der sich mit einem Fön in der Badewanne umbringen wollte, konnte daraufhin von Polizisten in Sicherheit gebracht werden. Gegen Mitternacht waren die Beamten von der Schwiegermutter des 43jährigen alarmiert worden, bei der er seinen geplanten Föntod telefonisch angekündigt hatte. Als die Polizisten in der Wohnung eintrafen, saß der Mann mit einem Haartrockner in der Hand in der mit Wasser gefüllten Wanne. Eine Stunde lang sprachen die Beamten vergebens auf ihn ein. Daraufhin alarmierte die Polizei den Energieversorger Schleswag in Rendsburg, der neun Minuten später den Strom in dem 65-Seelen-Dorf vorübergehend lahmlegte. „Wenn einige Leute zu spät zur Arbeit gekommen sind, weil ihr Radiowecker stillstand, dann ist das unsere Schuld“, sagte ein Polizeisprecher.
Umverteilung gegen rechts
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