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Politik der eisernen Faust-betr.: "Den Genozid zum Gärtner gemacht", taz vom 26.9.89

betr.: „Den Genozid zum Gärtner gemacht“, taz vom 26.9.89

Das fast tägliche Töten von Jugendlichen und Kindern, die zahllosen Knüppelorgien in den besetzten Gebieten sind nicht das Ergebnis eines fehlenden schlechten Gewissens der westlichen Welt gegenüber den Juden, sondern praktische Umsetzung der „Politik der eisernen Faust“, von der israelischen Regierung proklamiert, Herr Singer.

Die für einen „anständigen Linken“ notwendige Kritik an dieser Politik ist nicht zwangsläufig Antisemitismus. Allerdings empfinde ich diese dreispaltige Nebelkerze, die das sanktionierte Wüten der israelischen Besatzungsmacht als die Tat einiger uniformierter Hitzköpfe verniedlicht, als unanständige Gegenwartsbewältigung.

F.Korn, Pulheim 5

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