Personenführung mit Simone Schrempf : Die Orgakönigin des taz labs
Freundlich, durchsetzungsstark und sehr erfahren im Festival-Business. Seit Juli 2025 ist Simone Schrempf beim Eventmanagement der taz.
Aus der taz | Sie hatte fast buchstäblich ins kalte Wasser des Erfolgszwangs zu springen. Aber das wusste sie nicht. Gut so: Simone Schrempf, Jahrgang 1973, geboren in Hannover, ist (neben dem Kollegen Henning Ziegler) die aktuelle Orgakönigin des taz lab.
Und wir, die mit ihr – etwa aus dem taz lab-Team heraus – kooperieren, sind beglückt: Was für eine super freundliche, in den gewissen Momenten der Entscheidungsschwächen dennoch toughe und durchsetzungsstarke Frau.
Sie hat väterlicherseits Migrahintergrund (Österreich) und sagt selbst: „Leute meinen: Die kann machen, dass Sachen funktionieren.“
Zu spät für die lokale Antifa
Kulturell behagt ihr Politisches nach taz-Gusto sehr, außerdem Punk. Als Erste in ihrer Familie hat sie ein Studium (Neuere deutsche Literatur + Medien) in Marburg absolviert und als junge Frau alles gemacht, was man mit einem ordentlichen alternativen Lebenslauf so macht: Streiks organisiert, Burschis angepöbelt, Dokfilme gemacht, gekellnert, Radiosendung moderiert.
„Nur bei der lokalen Antifa durfte ich nicht mitspielen, die waren schon zu viele“ Die taz lag, na klar, regelmäßig auf dem Küchentisch ihrer WG.
Seit 2019 ist sie Mitveranstalterin des „Jenseits von Nelken und Pralinen Festivals“, 2023 folgte eine Weiterbildung als Nachhaltigkeitsmanagerin für Kultur, Bildung & Medien. Nochmals Mitgründerin, diesmal von „Leaving Handprints“, einer Initiative, die Festivals darin unterstützt, sozial nachhaltiger zu werden. Und eh seit 2003 Teil des Fusion Festivals.
Nach vielen Stationen bei der taz
Seit Juli 2025 ist sie bei der taz, im Eventteam der MKK („Marketing, Kommunikation und Kreation“). Sie sagt selbst:
„Wie so viele bringe ich keine geradlinige Arbeitsbiografie, sondern unterschiedlichste Erfahrungen und Perspektiven aus verschiedenen Bereichen mit. Viel gelernt habe ich bei allen Stationen, es gibt nichts zu bereuen.“
In den Tagen vor unserem Festival strahlt sie: „Am wohlsten fühle ich mich schon immer in der Schnittmenge von Kultur, Politik und Aktivismus.“
„In der taz zu arbeiten fühlt sich für mich tatsächlich ein bisschen wie nach Hause kommen an. Neben meinen wunderbaren Kolleg:innen schätze ich besonders die Fähigkeit und den unbedingten Willen, Ambivalenzen und unterschiedliche Positionen auszuhalten“, bekennt sie.
Und wir genießen eine herzenswarme Arbeitsatmosphäre mit ihr, die selbst für taz-Verhältnisse outstanding ist.